Fedora 9

Mit Fedora 9 ist jetzt wieder mal ein Update einer der grösseren Linux Distributionen erschienen. Kernel ist der 2.6.25, Grafik System ist der xorg-server 1.4.99.901; als Desktops stehen zur Verfügung GNOME 2.22, KDE 4.0.3 und Xfce 4.4.2; also kein KDE 3.5 mehr. Die Software Pakete sind auf dem aktuellen Stand; Firefox ist in Version 3.0beta5 drauf. Da es bereits eine gute deutsche Versions-Beschreibung gibt, verweise ich für weitere Informationen auf diese.

Fedora 9 ist erhältlich als Installverionen für i386, x86-64 und ppc in Form von 6 CDs oder 1 DVD; hier die Download Seite. Ferner gibt es noch 4 installierbare LiveCDs jeweils für 32- und 64-bit mit Gnome oder KDE4. Eine der Scheiben werde ich mir aus Interesse mal holen, wobei mir leider nur die Wahl zwischen zwei Übeln bleibt; ich lasse mich aber gerne angenehm überraschen. Allerdings habe ich mich noch nicht entschieden, da der Download eh noch einen Tag warten muss.

Ich hätte ja gerne mal reingeschaut; aber leider kam die ISO vom Download Server unvollständig. Ich hab es natürlich erst gemerkt, als ein Rohling schon verschmort war. Also ein zweiter (und letzter) Versuch.

6 Antworten to “Fedora 9”

  1. Fedora-Kenner Says:

    Ich habe mir die KDE-LiveCD mal gezogen und an einem 800MHz-P3 mit 400MByte Hauptspeicher getestet. Funktioniert ganz prächtig. Ich gebe aber zu, dass mir KDE4 noch nicht ganz geheuer ist. Einiges von KDE scheint noch nicht zu laufen; es ist KDE 4.0.3 drauf. Es war aber nur ein Absturz 🙂 innerhalb 5 Stunden.

    Das Look&Feel gefällt mir überhaupt nicht. Ich bleibe also bei KDE 3.5.9. Denn viele Dinge finde ich nicht wieder. Zum Beispiel diesen dunklen Hintergrund abschalten und nur einen senkrechten Farbverlauf mit zwei Farben einzubauen, das scheint es in KDE4 nicht mehr zu geben. Dann habe ich (auf Anhieb) keine Möglichkeit gefunden, die Kontroll-Leiste einzustellen. Das hat sich völlig verändert. Das Kontrollzentrum der alten Prägung ist verschwunden. Ein sehr ärgerlicher Umstand. Mein Eindruck ist, dass man völlig umdenken muss. Der Sprung von KDE3 nach KDE4 ist doch gewaltig, viel größer als von KDE2 nach KDE3.

    Ein Blick in das Repository („yum list“) verriet, dass es noch KDE3-Pakete gibt. Die Bezeichnungen dafür haben sich verändert. Aus kdelibs wurde kdelibs3, aus kdebase wurde kdebase3, usw. Es empfiehlt sich also, ein Grundsystem ohne GUI und ohne X zu installieren und dann in zwei Schritten:
    yum groupinstall „X Window System“
    yum install kdelibs3 kdebase3 kdepim kdepim-libs kdebase3-pim-ioslaves kde-i18n-German

    nachzuinstallieren.

    Im Zuge dessen steige ich von Fedora/CentOS auf „Debian“ um. Konktret Linux Mint und Kubuntu. Ich habe anschließend die Mint 5 Beta 1 getestet, und die läuft besser wie Fedora 9 KDE4. mit apt-get ist KDE 3.5.9 schnell nachinstalliert. Da man bei Linux Mint / Kubuntu keine Probleme mit den Codecs hat und ich derzeit auf das Gefrickel mit Fedora und den halben Dutzend anderen Repositories keine Lust habe. Bei CentOS 5 ist immer noch KDE 3.5.4 drauf; man kann zwar aus der Fedora 6 aktuellere KDE-Versionen „zumischen“, aber die enden bei KDE 3.5.6. Fängt man an, aus Fedora 7 zuzumischen, oder sogar Fedora 8, dann hat man wieder die Update-Orgie und erst recht kein CentOS mehr.

    Bei Fedora muss man noch ein bisschen warten, dann bietet sich Livna.org für die fehlenden Multimedia-Funktionen an. Da waren meine Erfahrungen in der Vergangenheit positiv. Ein Problem entsteht, wenn man auf die Update-Schwemme bei Fedora keine Lust hat (bei F7 bisher 4593 Pakete und F8 bisher 3142 Pakete). Fedora ist toll, und superaktuell. Der Nachteil dabei ist der unglaublich hohe Druck, sich mit Updates auseinanderzusetzen. Das sind pro Tag im Schnitt 2-3 Pakete für ein normal ausgestattetes Desktop-System. Oder eben rund 20 Pakete die Woche; in der Anfangsphase locker das zwei- bis dreifache. Bereits vor der Veröffentlichung waren knapp 100 Update-Pakete verfügbar. Da muss man entscheiden was man will. Mir ist das zuviel.

    Aber als Distri liegt Fedora in der Linie der älteren Versionen. Wer gerne an seinem System schraubt, eine sehr zuverlässige Distri will und Wert auf Aktualität legt, sowie Zugriff auf einen großen Stamm an verfügbaren Paketen haben will (vor allem jetzt mit KDE4 loslegen will) ist bei Fedora gut aufgehoben. Besonders gut gefällt mir, dass es nie wirkliche Probleme mit Kernel-Updates gegeben hat. Das Repo-Sytem ist wirklich Klasse und Abhängigkeits-Höllen sind weit weniger dramatisch als in der Debian-Welt. Dabei ist Fedora viel aktueller. KDE 3.5.9 liegt gerade mal in Sid (Debian Testing) drin, während schon in Fedora 7 bereits zwei Wochen nach Erscheinen KDE 3.5.9 drin war. So auch jetzt wieder mit KDE4. Wer jetzt in Fedora/KDE4 einsteigt, kann flüssig weiterarbeiten, wenn im Spätsommer/Herbst KDE 4.1 erscheint.

    Bei mir läuft Fedora 9 jetzt auf einem Testrechner, parallel zu meinem Produktivrechner. Mein Hauptaugenmerk liegt jetzt auf der nächsten Enterprise-Version (RHEL6, CentOS6, ScientificLinux6), die aus Fedora 9 entsteht.

  2. lotharf Says:

    Danke für deinen ausführlichen Kommentar!
    Ich muss gestehen, dass ich mit Fedora noch nichts am Hut hatte. Ich werde mir aber die KDE LiveCD mal holen und anschauen.
    Ansonsten warte ich auf OpenSuse 11; das kommt wenigstens noch mit KDE 3.5.9.

  3. Fedora-Kenner Says:

    Nachtrag: Ich hatte den Kommentar oben unter dem Gesichtspunkt der KDE-Nutzung geschrieben. Ich finde die KDE-Integration bei Fedora leider nicht sehr gelungen. Es gibt zu viele kleine Mängel. Ich nutze Fedora/CentOS aber trotzdem, weil die Distribution ein paar unschlagbare Argumente „pro“ hat. Allerdings gebe ich zu Bedenken: Die System-Tools sind Gtk-basiert. Gimp ist Gtk-basiert. Openoffice ist Gtk-basiert. Mein Liebling-Editor Geany ist Gtk-basiert. Firefox ist Gtk-basiert. Und diverse Mailer sind Gtk-basiert.

    Fazit: wer nur die Standardaufgaben löst mit seinem System, der sollte ruhig den vorinstallierten Gnome-Desktop lassen. Dann hat man eine der besten Distributionen überhaupt. Der Schwall an Updates reduziert sich merklich, wenn man das System mit intallierten Paketen nicht so vollpumpt. Der Riesenvorteil ist, dass die Distri wirklich sehr aktuell ist, und die Bereitstellung von (Sicherheits-)Updates enorm gut ist. Wie ich finde, am Besten von allen Distributionen.

    Wenn es um KDE, insbesondere um Version 3.5.9 geht, kommt mir Debian und Ubuntu entgegen. Weil da eben 3.5.9 up-to-date ist. Insbesondere die 8.04 „Hardy Heron“ ist doch gerade on-top. Na Super. Warten für was ? 😉

  4. Stimmen aus dem Netz : Karl-Tux-Stadt Says:

    […] jetzt die Namensgebungspolitik vom Fedora Projekt aufgefallen. Bei Lotharf ist Fedora 9 nur ein Update einer größeren Linuxdistribution. Mhh Oli wollte eigentlich nix mehr zu Fedora schreiben, tuts aber trotzdem. Der Tech-Nerd hats […]

  5. lotharf Says:

    Was hätte ich sonst schreiben sollen?

  6. Fedora-Kenner Says:

    Die Nachricht hier oben zu Fedora 9 finde ich total okay.

    Die Kommentierung dazu bei Stimmen aus dem Netz habe ich auch nicht ganz verstanden.

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