ArtistX 0.7 – eine ganz feine Scheibe

snapshot2Ebenso wie Sabyon stammt ArtistX auch aus Italien. Und irgendwie scheinen es die Italiener drauf zu haben, was Linux anbelangt. Denn nach einiger Zeit war das mal wieder ein Download, der sich für mich wirklich gelohnt hat.

ArtistX basiert noch auf Ubuntu Intrepid (8.10), aber auf einem aktualisierten. Gnome hat man ergänzt durch KDE 4.2.2. Man konnte dadurch die besten Anwendungen aus der Gnome- und aus der KDE-Umgebung auf die Scheibe packen. Ganz im Gegensatz zu der Entwicklung in der letzten Zeit, dass meist nur noch reine Gnome oder KDE-Distros angeboten werden. Aber ich will kein Gnome; ich will kein KDE; ich will ein Linux, und dieses mit den besten Programmen aus beiden Welten. Und das ist bei dieser Scheibe sehr gut gelungen. Auch der Desktop und das Startmenü gefallen mir übrigens sehr gut (siehe Screenshot).

Nun zum Test: Alle Partitionen des Rechners werden per Doppelklick gemountet; der Benutzer hat vollen Zugriff, auch auf die NTFS-Partitionen. Der Firefox motzt diesmal ausnahmsweise mal nicht wegen der fehlenden Plugins, denn die sind hier nämlich alle schon installiert. Schiebt man eine Video-DVD ins Laufwerk, dann wird abgefragt, welchen Player man verwenden will. Dann wird die DVD einwandfrei abgespielt. Und natürlich findet man wie zu erwarten im Startmenü eine riesige Anzahl an Anwendungen aus dem Bereich Multimedia (dieses Menü wäre wohl etwas übersichtlicher, wenn es mal unterteilt worden wäre). Was habe ich vermisst? Es sind zwar jede Menge Office Programme drauf, aber OpenOffice fehlt; auch der mc fehlt. Auf dem Laptop muss man sich wieder mal am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen. Damit das WLAN funktioniert, braucht man bei meiner Broadcom-Karte nämlich erst mal ein LAN-Kabel um den Treiber herunter zu laden; nach einem „modprobe b43“ funktioniert aber WLAN einwandfrei. Und man hat auf der DVD die Sprachunterstützung weggelassen; deutsch muss leider nachinstalliert werden.

Fazit: Trotz der eben genannten Einschränkungen bekommt ArtistX von mir eine sehr gute Beurteilung. Es ist eine der wenigen Scheiben, mit der man (zumindest auf einem Desktop Rechner) gleich voll arbeiten kann. Desonders gut hat mir die Integration von Gnome und KDE gefallen. Und wenn man ArtistX auf Platte installiert, lediglich die deutsche Sprache und Open Office nachinstalliert, dann kann man sogar ein ganz feines Linux bekommen. Einen Download (3,3 GB) und evtl. Test kann ich nur empfohlen.

6 Antworten to “ArtistX 0.7 – eine ganz feine Scheibe”

  1. Fragender Says:

    …konnte auf der Download-Seite leider nicht die Info finden ob es sich beim ISO um eine Version handelt die man auch erst mal als Live-CD nutzen kann, …Lothar? weißt du mehr?

  2. lotharf Says:

    Ich habe die Scheibe als ISO in der VirtualBox und als Live-DVD auf dem Desktop und auf dem Laptop getestet. ArtistX kann von der Live-DVD aus auch installiert werden.

  3. Fragender Says:

    ….danke für die schnelle Info! 🙂

  4. mk Says:

    zu VirtualBox gibt es noch einen interessanten Link:

    http://virtualboximages.com

    mk

  5. Michel Says:

    … und woher bekommt man die Deutsche-Sprachdatei?

  6. lotharf Says:

    System/Administration/Language Suppot
    Dort German auswählen; dann werden – ich glaube es waren 22 – Sprachdateien herunter geladen und installiert. Bei einer Installation werden aber die Spracheinstellungen eh abgefragt.

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