WHO-Studie zur Gesundheitsgefahr von Handys

„Handys sind ungefährlich“ lautet die Schlagzeile z.B. bei Welt Online und anderen Zeitungen. Wie man das allerdings aus der Interphone-Studie der WHO heraus lesen kann, das ist schon sehr abenteuerlich. In dieser Studie haben Wissenschaftler aus 13 Industrienationen, darunter auch aus Deutschland, über mehrere Jahre das Telefonierverhalten von 6300 Patienten untersucht, die in dem Zeitraum an Gehirntumoren erkrankt waren. Wie wohl auch von einer Studie der WHO nicht anders zu erwarten, fiel diese natürlich keineswegs eindeutig aus. Waren sich doch die beteiligten Wissenschaftler keineswegs einig. Was genau in der Studie steht und wie sie zu interpretieren ist, dazu gibt es einen guten Artikel der Süddeutschen Zeitung.

Immerhin kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass es für Vieltelefonierer ein signifikantes Gehirntumor-Risiko gibt. Wobei man unter Vieltelefonierern Leute versteht, die das Handy mehr als 1 Stunde täglich benutzen. Ich kenne aber Leute, die haben es fast den ganzen Tag am Ohr; manchmal sogar zwei Stück; eins links, eins rechts. Ausserdem hat sich die Studie ausschliesslich mit Gehirntumoren beschäftigt. Sie liefert keinerlei Erkenntnisse darüber, wie sich die ständige Microwellen-Strahlung auf die Nervenzellen auswirkt, oder etwa auf die elektrischen Synapsen des Gehirns. Und natürlich auch nicht über die Zerstörung der intellektuellen Fähigkeiten oder gar psychische Folgen.
[Zum Nachweis des letzten Satzes braucht man ja nur die Zeitung aufzuschlagen oder die Google News aufzurufen]

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6 Antworten to “WHO-Studie zur Gesundheitsgefahr von Handys”

  1. Tweets that mention WHO-Studie zur Gesundheitsgefahr von Handys « Lothars Blog -- Topsy.com Says:

    […] This post was mentioned on Twitter by handys. handys said: WHO-Studie zur Gesundheitsgefahr von Handys « Lothars Blog: „Handys sind ungefährlich“ lautet die Schlagzeile z.B…. http://bit.ly/9Q2Rhe […]

  2. Rainer Says:

    Ich vermute mal, dass diese Vieltelefonierer allein aus praktischen Gründen auf ein Headset umsteigen. Wenn dieses allerdings mit Bluetooth genutzt wird, mag dennoch ein gewisser Schaden entstehen, wobei ich jetzt nicht weiß, ob die Strahlungsart und Frequenz (2,4GHz) „ungefährlicher“ ist.

    Meine Wenigkeit telefoniert weniger als 15 Minuten im Monat mit GSM, ca. eine Stunde im Monat mit DECT (Schnurlos). Die Geräte sind so gekauft, dass sie möglichst wenig / selten Strahlung im Nichtstunbetrieb abgeben. Klar, das ist nur ein Richtwert, bezogen auf den aktuellen Telefonmarkt, aber besser als nichts.
    Mein WLAN ist auch gerade abgeschaltet, da mein Notebook kaputt gegangen ist. Geht auch mit Desktop.

  3. Rainer Says:

    Das A280 (davon nutze ich jedoch nur das Mobilteil) hat einen Sparmodus und sogar einen Modus, bei dem gar nicht mehr gefunkt wird. Geeignet für kleinere Wohnungen oder welche mit wenig Zwischenwänden, da hierfür das Telefon natürlich auf der Station liegen muss. So entsteht elektromagnetische Strahlung nur während des Gesprächs, und auch nur minimal, weil das Telefon ja in Basisnähe ist – außer man geht damit weiter weg …

  4. Rudis Says:

    Wie schön das ich kein Handy hab und auch nie eins hatte 😀

    Ich kann es mir leisten, nicht immer erreichbar zu sein ^^ Kein Handy zu haben ist heutzutage ein Statussymbol 😀

  5. Va Says:

    Hatte mir schon immer Sorgen gemacht wegen meines geistigen Zustandes….jetzt weiß ich wer Schuld ist….die Kunden die ständig mit Anrufen nerven und die liebste von allen zuhause!!………

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