Never Change a Running System

In letzter Zeit ist mir vermehrt aufgefallen, dass sich solche oder ähnliche Dialoge ergeben:
„Ich brauche eine neue Soundkarte“ „Warum?“ „Ich habe Windows 7 installiert und jetzt geht die Soundkarte nicht mehr“ „Dann hol dir doch den Treiber“ „Für Windows 7 gibts aber keinen Treiber“ „Was hastn vorher drauf gehabt?“ „XP“ „Und warum hast du 7 installiert?“ „Ich wollts halt ausprobieren“.
Oder diesen Dialog: „Kannst du mir helfen? Ich habe das neue Ubuntu installiert und jetzt hab ich nur noch 800×600 Auflösung; und der Sound geht auch nicht.“ „Was hast denn vorher drauf gehabt?“ „Ubuntu 9.04“ „Und ist das einwandfrei gelaufen“ „Klar“ „Und warum hast du das dann runter geschmissen?“ „Na, es gibt doch jetzt ein neues“.

Und dann kommt halt von mir immer der Satz: „Never change a running system“, in den mein Gegenüber evtl. sogar selbst mit einstimmt. Ich weiss auch nicht, warum alle Leute immer glauben müssen, alles was neuer ist sei besser. Wahrscheinlich ist die Werbung schuld. Wer sich auf seinem Rechner ein System eingerichtet hat, das einwandfrei läuft; warum sollte der eigentlich einen Anlass dazu haben, dieses einfach platt zu machen und ein neues zu installieren? Wer die angebotenen Updates installiert ist doch eigentlich stets auf dem neuesten Stand.
Neugier könnte ein Grund dafür sein. Aber es gibt ja viele Möglichkeiten, diese Neugier zu befriedigen. Da sind zunächst mal diverse Live-CDs oder -DVDs, mit denen man testen kann, ob das neue System mit der Hardware zurecht kommt. Und da gibt es die Möglichkeit, dass man virtuelle Maschinen einrichten kann, mit denen man neue Betriebssysteme ausgiebig daraufhin testen kann, ob man sich das auch wirklich antun will. Und sehr oft wird man dann vielleicht zu dem Ergebnis kommen, es lieber bleiben zu lassen.
Wer dann allerdings sein altes System einfach platt macht, ohne sich vorher eine Sicherungs-Kopie anzulegen, dem ist dann natürlich wirklich nicht mehr zu helfen!

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13 Antworten to “Never Change a Running System”

  1. Johannes Says:

    Wenn man ein System in einer VM testet, dann kann man auch nciht sagen, ob das neue OS mit der Hardware klar kommt. Man kann nur testen ob die Software die man hat vernünftig läuft. Bei dem Thema Soundkarte hilft hier dann ersteinmal Recherche, denn man ist mit solchen Problemen in der Regel nicht allein. Am Beispiel ob Windows 7 mit der Hardware klar kommt oder ob die ganze Software läuft gibt es ja auch Prüftools von Microsoft, wobei ich nicht weiß ob man diesen trauen sollte.
    Eine Live-CD ist in meinen Augen auch nicht immer eine gute Lösung. Beispiel:
    An meinem Notebook funbktionieren die Fn-Tasten bei jeder Ubuntu LiveCD wunderbar, ist es dann installiert (ab der Installation gilt dies auch für Debian) funktionieren die nurnoch falsch, die Soundtasten für lauter/leiser bspw. kennen nurnoch an und aus.
    Vielleicht sollte man nach einer Sicherung der Installation eine zweite Partition zum testen einrichten, das tut ja keinem weh und wenn etwas schief geht, macht man einfach einen Restore.

  2. lotharf Says:

    Du hast schon recht; Positiv-Tests sind das nicht. Aber es sind ganz gute Negativ-Tests. Wenn schon die Live-CD Schwierigkeiten mit bestimmter Hardware hat, dann das installierte System mit grösster Wahrscheinlichkeit auch. Und in einer virtuellen Maschine kann man zwar die Hardware nicht checken, aber man kann ausprobieren wie man mit der Bedienung klar kommt und ob es einem überhaupt gefällt.
    Mir geht es besonders darum, dass man sein bisheriges System wenigstens sichert, bevor man es einfach platt macht. Dann kann man sich auch auf viele Experimente einlassen. Oder man verwendet ganz einfach eine neue Platte zum Experimentieren.

  3. Rudis Says:

    [quote]Ich weiss auch nicht, warum alle Leute immer glauben müssen, alles was neuer ist sei besser. [/quote]

    Wir kaufen Dinge die wir nicht brauchen, mit Geld das wir nicht haben, um Menschen zu beeindrucken, die wir nicht mögen.

    Oder Kompensation des Egos 😀 Kannte mal einen, der hat auf einem Pentium 200 ein XP draufgeknallt… dieser Depp

  4. Anonymous Says:

    Gerade bei Win 7 gibt es ja den sog. XP Modus der Hard-Software auch mit den XP Treibern ansteuert…sollte eigentlich kein Problem darstellen. Pentium mal ausgenommen.

  5. Anonymous Says:

    Natürlich nur ab Ultimate die anderen Versionen (Home etc.) sind stark in der Funktion eingeschränkt und überhaupt nicht zu empfehlen.

  6. Anonymous Says:

    Update: Sicher ist Ms Geldgierig aber eins kann man nicht vorwerfen-es gibt die Möglichkeit eine Probeversion von Win 7 Ulti runterzuladen und diese voll aktiviert bis 4 oder 5x 30 Tage zu verlängern-bis dahin sollte doch jeder für sich in Ruhe entschieden haben ob ihm das €100+ wert ist oder ob er lieber am alten festhält? Im Zweifel kann man doch auch mehrere Systeme installieren….

  7. Anonymous Says:

    Muß man natürlich wie ich gerade gesehen habe einplannen das Ms sein „Gratis Teil“ alle 2 Stunden runterfährt d.h. euer System fährt damit alle 2 Stunden runter. Aber falls ihr Freunde habt die das gekauft haben oder bei Bitorrent sucht gibt es die Möglichkeit trotzdem noch…aber niemals eine Seriennummer eingeben….geht auch so!! Bill Gates ist wahrscheinlich schockiert das er nur noch der zweitreichste auf Welt ist…egal so geht es auf jeden Fall noch…und nach 30 Tagen verlängern…Anleitungen gibt es im Netz …genau mit dieser Frage…aber bitte Wot beachten!!!!

  8. lotharf Says:

    Lese ich da etwa eine gewisse Kritik an dem ja immerhin sehr erfolgreichen Geschäftsmodell der Firma MS heraus? 😉

  9. Rainer Says:

    Bei dem Problem mit der Soundkarte muss es sich um eine ältere Soundblaster (nicht X-Fi) handeln. Für diese Reihen (Live! und Audigy) hat es Creative nämlich nicht geschafft, funktionstüchtige Treiber zu schreiben. Ich hab mich nach der Anschaffung von Windows 7 ca. zwei Tage damit rumgeärgert, sogar alternative OSS-Treiber ausprobiert. Doch in Zusammenhang mit 64-Bit-Version und mehr als 4GB Speicher funktionierte das alles nicht mehr.

    Für 8,50 Euro gab’s eine billige Noname-Karte mit 4 Analogausgängen (7.1) sowie einem optischen Digitalausgang. Die hat Treiber, die laufen überall. Was will man mehr? Bei Soundkarten ist Soundblaster nur noch ein Name, keine Qualität.

    Zum Testen von Ubuntu: Ja, mit VM kann man nicht testen. Mit LiveCD auch nicht, da Ubuntu weiterhin nicht meinen Monitor erkennt, wenn es nicht installiert ist. Mit 800×600 macht das keinen Spaß. Zum Glück gibt es Wubi.
    Naja und so ein komplettes Update von 9.04 nach irgendwohin ist doch auch nicht verkehrt. Die Leute denken ja, irgendwas neues wird es schon bieten, und es wird ja sogar vom Updater angeboten. Was kann da schon schiefgehen? Ich verweise da immer gerne hierauf: http://linuxhaters.blogspot.com/2008/06/evolution-of-ubuntu-user.html

  10. Anonymous Says:

    wiesooft nochmal mit XP Modus läuft auch die alte Kacke noch die schon unter XP schwierig war…..

  11. lotharf Says:

    Der XP-Modus von Windows 7 ist nichts anderes als eine Virtuelle Maschine. Aber mit einer Home-Premium-Version, die die meisten Leute haben, funktioniert der XP-Modus nicht.
    (Mit VMWare oder der VirtualBox natürlich schon).

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