Aussterbende Technologien

Auf den ersten Blick sieht diese Liste der 10 gefährdetsten Technologien, die jetzt von der Seite Zehn.de veröffentlicht wurde, schon etwas gewagt aus. auch  wenn man dazu jeweils eine Begründung abgibt. Einige davon dürften völlig unbestritten sein, weil sie bereits am Sterbebett liegen (Diskette, Satelliten-Telefon, Fax) oder deren Ableben ja bereits terminiert ist (Analogfernsehen).

Am schwersten dürfte wohl die Vorstellung sein, dass auch Tastatur und Maus verschwinden werden; sie dürften ein etwas zäheres Leben haben. Wer schon mal probiert hat, einen Text mit einer virtuellen Tastatur zu schreiben, der wird mir da zustimmen; es ist eine einzige Qual. Allerdings glaube ich auch, dass die Spracherkennung grosse Fortschritte machen wird. Es wird dann nicht mehr geschrieben, es wird nur noch gesprochen. Wenn dann allerdings keine Schreibkenntnisse mehr erforderlich sind, dann werden wohl auch die Lese-Fähigkeiten rapide abnehmen. Es ist dann nur noch eine Frage der Zeit, bis es nur noch wenige Leute gibt, die Lesen und schreiben können. Aber die Analphabetisierung hat ja schon lange eingesetzt.

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5 Antworten to “Aussterbende Technologien”

  1. Jürgen Says:

    Mmmhh, für bestimmte Bereiche mag das ja alles gelten – sicher auch die Cloud-Geschichte mit dem „Offline“-Speicher (konnt ich noch nie nachvollziehen wie man große Datenmengen über langsame unsichere Leitungen auf Servern mit unbekannten Zugriffsmodalitäten auslagern kann…) – aber ich denke für den normalen Arbeitsplatz-PC in einem Büro gilt da so einiges nicht – insbesondere die Tastatur-Maus-Sache. Man überlege mal, man müsste alles per Sprachbefehl machen – wie soll man gleichzeitig telefonieren und am PC arbeiten oder wie verbirgt man sein privates Surfen vor dem Kollegen (Öffne Bild sexytits.jpg …. oder wie? *kicher* )
    Und wenn alle gleichzeitig vor sich hin labern um dem PC zu sagen was er zu tun hat, dann wäre es schon interessant welche Geräuschkulisse sich in dem Büro entwickelt und wie das dann in öffentlcihen Bereichen mit dem Kundenverkehr wäre. Datenschutz ade?

    Anderer Bereich – Satellitentelefone. Klar braucht die fast niemand – aber doch einige – z.B in der Wüste – in der Weite Sibiriens, die Seefahrt, klar – und noch mehr. Nur weil ich das nicht brauch, kann ich nicht sagen, das wirds bald nicht mehr geben!

    Nee…. verallgemeinern und als Fakt nehmen kann man diese Liste nicht.

  2. snoopy1alpha Says:

    Also bei Flash wäre ich sehr dafür. Das bremst das System ungemein aus und ist ein Sicherheitsleck auf vielen Rechnern. Sinnvoll genutzt wird es nur von Videoplattformen wie YouTube. Sobald „die“ sich mal für einen Videostandart für das video-Tag in HTML5 geeinigt haben könnte es soweit sein.

    Da ich ein fauler Spieler bin, werde ich immer das Drücken von Knöpfen dem herumhampeln vor einer Kamera vorziehen.

    Ich werde auch niemals auf meine Tastatur verzichten. Ich glaube auch, dass viele diese Meinung mit mir teilen. Versucht doch mal auf einem Touchscreen genauso blind und schnell zu schreiben, wie auf einer normalen Tastatur.

    Das Satelitentelefon wird mit Sicherheit auch nicht aussterben, und sei es nur wegen militärischer Nutzung.

    Plasmafernseher haben einen Nachteil und das ist, dass dass Standbilder recht schnell einbrennen können (ich weiß nicht, ob es immer noch so ist). Zumindest scheint LCD die robustere Technologie zu sein.

    Die Diskette wird sicherlich aus dem Privatbereich verschwinden (wenn sie es nicht schon getan hat), aber ich habe gelesen, dass sie noch in Fertigungseinrichtungen häufig verwendet wird.

    Induktionsladegeräte fände ich cool, leider gibt es sie bisher noch nicht so häufig. Meine Zahnbürste hat eins 🙂

    Das analoge Fernsehen ist robuster gegen Empfangsstörungen. Wird ein digitales Signal gestört, sieht es zumindest sehr viel hässlicher aus, zumindest wenn überhaupt ein Bild da ist.

    Speichern in der Cloud? Never! Unkritische Daten zum Austausch, ja vielleicht. Aber niemals wichtige persönliche Daten.

    Das Faxgerät wird so lange seine Existenzberechtigung haben, bis eingescannte Dokumente, die per E-Mail verschickt werden genauso rechtlich anerkannt werden, wie Faxe.

  3. Anonymous Says:

    Auf flash könnte man gerne verzichten aber Adobe und You-Tube müßten ja dazu ihr Liebesverhältniss beenden….wie ein verrückt gewordener Affe hüpfen ist wohl er etwas für übergewichtige Teenis….und Tastatur ist schon aus gewerblichen Gründen unverzichtbar,es sei denn es kommt wirklich mal eine brauchbare Sprachsteuerung auf den Markt was aber an den vielen überalterten und Sprachgestörten scheitern sollte….Na Navis sind eh der Schlager für die vielen Blindfahrer und bleiben…Plasmafernseher haben auch einen Nachteil verbrennen 2-3 Mal mehr Strom als LCD obwohl Bild nicht schlecht(leichter Vorteil zu LCD–noch) Diskette ist unzuverlässig und seit Win 7 Raidtreiber über USB einspielt auch am sterbenden Ast. Induktionsladegeräte hab ich keine Meinung zu weil ich keine nutze..Analoges Fernsehen ist unbrauchbar weil es kein HD kann und nur noch für Nutzer von antiken Röhrengeräten verwendbar ist..analoges TV Signal auf Flachbild ist wie Gries mit Reiskörner…Speichern in Cloud….machen eh nur die Dummels…und Faxgerät bleibt schonmal deshalb noch länger weil wieder gewerblich noch nicht verzichtbar….— Wann wurde in 100 Jahren denn der Verbrennungsmotor ersetzt?…….

  4. Rainer Says:

    Gefährdet mögen diese Techniken¹ alle sein, aber es gibt auch gute Gründe, die für ein langfristiges Fortbestehen in einigen Nischen sprechen.
    1) als Ersatz für Flashvideos ist, abgesehen von der Codecfrage, noch nicht richtig einsatzbereit. Man sieht z.B. nicht, welcher Anteil des Videos bereits gestreamt wurde. Für mich mit DSL Light untauglich.
    2) Gamecontroller: da stimme ich zu
    3) Tastatur/Maus: nein, nie. Vielleicht mal eine andere Bauform oder zum Texte Schreiben ein intuitives Wortklicksystem, aber irgendwas mit Tasten und Zeiger braucht man immer. Ich will nicht auf meinem Monitor rumbatschen müssen.
    4) Sat-Telefon: Nischenanwendung
    5) Plasma-Fernseher: ist schade drum, aber vielleicht gehen die Preise wieder nach unten, wenn noch ein oder zwei Hersteller zusätzlich einsteigen. Samsung z.B., die könnten richtig Schotter damit machen. Wir haben hier einen 42″-Plasma mit XGA-Auflösung, aber das Bild ist dennoch saumäßig gut.
    6), 7), 8) jo, können alle weg. Wobei ich mir bei der Diskette schon mal einen richtigen USB-Ersatz wünschen würde. Also einen echten Billigstick, der vielleicht nur 1GB fasst, aber auch mal verliehen oder verschenkt werden kann, ohne dabei gleich mehrere Euro zu verlieren. Die Diskette hatte zuletzt so einen Status. Stückpreis wenige Cent.
    9) Offline-Speicher: hm, eher nicht
    10) Mein Vater hat so ein Fax, weil’s einfach zu bedienen ist. Mit Scanner und E-Mail wird es umständlich, außer das Gerät würde direkt eine Option zum Vermailen eingebaut haben.

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