MSI will Boards mit UEFI ausliefern

UEFI is die Abkürzung für „Unified Extensible Firmware Interface“ (Vereinheitlichte erweiterbare Firmware-Schnittstelle). Dieses soll längerfristig das inzwischen veraltete Bios ersetzen. Vorteile sollen sein, dass es besser für 64-bit Systeme geeignet ist, dass es dem Benutzer bereits eine grafische Oberfläche bietet, dass Hardware-Treiber bereits unabhängig vom Betriebssystem geladen werden können, dass bereits Netzwerkfunktionen bereitstehen, dass es einen eigenen Bootlader mitbringt. Nähere Infos findet ihr in diesem Wikipedia-Artikel. Das Wort „Extensible“ bedeutet aber auch, dass der Board-Hersteller viele Zusatzfunktionen einbauen kann. Das können z.B. weitere Hardware-Treiber sein, das könnten aber auch diverse Netzwerk-Filter sein, da ja die Treiber bereits geladen sind. Eine ganz interessante Perspektive; DRM lässt grüssen.

MSI will jetzt die ersten Boards mit UEFI ausliefern. Bei Macs wird es bereits verbaut. Von den Betriebssystemen her laufen alle 64-bit-Versionen von Windows bereits auf EFI; Linux läuft seit Kernel 2.6.25.

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3 Antworten to “MSI will Boards mit UEFI ausliefern”

  1. Anonymous Says:

    hatten die schon vor 2 Jahren angedroht nun wird wohl ernst….einzige Möglichkeit währe keiner kauft es….aber wenig Hoffnung!!!

  2. Rainer Says:

    @Anonymous: stell doch mal deine Faktenkenntnis dar, warum mit UEFI „gedroht“ wird und was die Nachteile davon sind.

    Ich befürworte UEFI, da hier endlich mal mit dem über 25 Jahre (!) alten BIOS aufgeräumt wird. Das startet immer noch im 16-Bit-Realmode, lässt nur ein 80×25-Display zu (naja, theoretisch noch VESA-Modi bis 1280×1024), ist unkomfortabel, braucht zu lange und sorgt für Problemchen, wenn man mit verschiedenen Betriebssystemen rumspielt.

    Mit uefi hat man deutlich mehr Möglichkeiten. Graphische Startoberfläche, ggf. sogar ein Mini-Linux, was schneller startet, integrierter Bootloader, deutlich mehr Platz für irgendwelche Einstellungen. Und wenn man Glück hat, läuft dieser ganze Bootprozess auch mal schneller ab. Möglich ist es.

    Nachteile wären Überwachung des Nutzers mit Hilfe von Firmware, nur ist hier auch die Frage, inwieweit das zum Einsatz kommen kann. Wenn erstmal das OS läuft, hat uefi nichts mehr zu melden, und seinem Windows muss man ja auch trauen.

  3. lotharf Says:

    Das jetzige Bios kann man ja mit den Betriebssystemen erfolgreich umgehen. Keine Ahnung, wie das mit UEFI sein wird. Aber natürlich muss man UEFI ja auch flashen können. Und da wird es dann wohl auch bald entsprechende Patches geben, falls da jemand irgend welche Einschränkungen einbauen sollte. 😉

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