Die spinnen bei Mozilla

Wer die Beta-Version vom Firefox 4.0 ausprobiert, der wird eine ganz böse Überraschung erleben. Die Tab-Leiste ist jetzt noch oben gewandert. Genau das, was den Firefox so ansprechend in der Erscheinung macht und was die Bedienung so wunderbar erleichtert, wird mit der neuen Version 4.0 aufgegeben. Es ist mir völlig unverständlich, was man sich bei Mozilla dabei gedacht haben könnte; jedenfalls ist es ein ganz schlimmer Fehler, die Unsitten, die andere Browser machen, einfach nachzuahmen. Und sage jetzt niemand, so eine Oberfläche sei ja schliesslich logischer; denn unter sportlicher Betätigung verstehe ich nämlich was anderes, als mit der Maus einige Kilometer mehr an Weg zurück zu legen. Zwar kann man diese Einstellung natürlich wieder umstellen, aber die Voreinstellung ist jetzt nun mal so. Aber wenigstens wird man die zu verwendende Suchmaschine auch weiterhin mit einem Mausklick ändern können. Die Beta-Version gibt es hier (derzeit nur in Englisch).

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5 Antworten to “Die spinnen bei Mozilla”

  1. snoopy1alpha Says:

    Solange man es (leicht) wieder umstellen kann, soll mir das recht sein.
    Nicht so, wie die Ubuntu-Macher, die sich das Button-Layout vom Mac abgeguckt haben und somit sämtlichen Usern, die es von Windows anders gewohnt sind vor den Kopf stoßen. Man kann zwar auch das umstellen, aber das ist alles andere als leicht 😉

    Bei manchen Design-Entscheidungen fragt man sich oft zu Recht: „Was soll das?“

  2. Rainer Says:

    Also ob die Tab nun über oder unter der Webseite sind, beeinflusst die Anzahl der Mauskilometer eher geringfügig. Warum sind überhaupt Mausmeilen nötig? Bei mir ist es so, dass die Maus sehr häufig auf der Webseite herumwandert, gelegentlich auf ein Eingabefeld oder auf einen Link klickt. Die Länge der Mausbewegungen entstünde also dadurch, dass man (durchschnittlich gesehen) von der Mitte des Browserfenster nach oben muss, um einen bestimmten Tab zu erreichen. Ob das dann aber nun 15 Pixel mehr sind, ist nicht so viel im Vergleich zu den 300-500 Pixeln, die man von der Mitte der Webseite schieben muss.

    Warum nicht das Problem selbst bekämpfen, statt zu meckern, ob die Tableiste nun 15px zu hoch ist? Ich nutze Tastaturkürzel wie Strg-(Shift-)Tab, um durch die Tabs zu wechseln. In sehr vielen Fällen möchte man zum nächstbenachbarten Tab, was dadurch sehr fix geht.
    Der Wechsel zwischen Tastatur und Maus mag aber für einige hinderlich sein. Genau genommen ist es zwar kein Wechsel (rechte Hand auf der Maus, linke Hand für die Tasten; bei Linkshändern ggf. andersherum), aber es gibt auch dafür eine Lösung: Mausgesten! Die nutze ich sehr häufig. Es ist mir dabei fast egal, wo sich der Mauszeiger (oder die Tabs) befinden. Mit einem Rechtsklick und dem Rollen des Mausrads schalte ich bequem durch die Tabs – oder durch eine eingeblendete Tabliste, je nach Vorlieben -, bis ich das gewünschte erreicht habe.

    • lotharf Says:

      Als Stammleser solltest du ja wissen, dass manche Bemerkungen von mir nicht gar so ernst genommen werden müssen. Selbstverständlich ist mir klar, dass es schon ein paar Jahre dauern kann, bis sich die paar Pixel zu einem Kilometer summieren. Es hat vielmehr sehr viel mit Gewohnheit zu tun. Wenn man die bisherigen Tabs des Fox gewohnt ist, dann ist es einfach lästig, jedes Mal so weit hoch zu fahren.
      Das zeigt sich auch immer wieder, wenn ich andere Browser ausprobiere. Selbstverständlich ist es richtig, Tabs oben anzuordnen; da gehören sie ja schon von der Definition her hin. Aber mir gefallen diese anderen Browser einfach nicht; und das ist wohl gerade deshalb.

      • Jürgen Says:

        Geht mir genauso – vielleicht werden wir zu alt für den Sch… 🙂

        Nee, für mich ist es eine Frage der Kompaktheit. Ich habe ein (umschlossenes) Programmfenster – und darin generell die Funktionen (Menü, Icons). In einem Extrabereich die Tabs – was für mich recht schlüssig ist. Nebenbei benutzte ich bei meinem 24-Zöller-Breitformat auch noch eine Tabvorschau in der Seitenleiste. Passt einfach.

        Aber Aero-Wahn sei dank muss ja nun alles irgendwie losgelöstsein. Am besten alles einzeln – ohne Kompaktheit.
        Ich hab Iron probiert und das taugt mir nicht. Und auch die Vorschau vom neuen FF taugt mir nicht.

        Vielleicht bin ich doch zu konservativ. *schulterzuck*

      • Rainer Says:

        Ja, es hängt viel an der Gewohnheit und an Vorlieben. Für meinen Teil bin ich hauptsächlich faul und lege gerade deshalb – welch Widerspruch! – eine enormen Aufwand an den Tag, um im Alltag mit möglichst wenig eintönigen Dingen beschäftigt zu werden. Eben das Beispiel „Tabs anklicken“. Wie oben beschrieben mach ich sowas nicht mehr. Lieber lerne ich ein paar Tage lang Mausgesten. Also wenn Dir das lästig ist, so weit hoch zu fahren, wäre das Sinnvollste, sich die Mausschubserei ganz zu sparen und zu ersetzen. Aber das wäre ja wieder Umgewöhnung … 😉

        Irgendwann hat man eh soviel Leidensdruck oder ist genervt, dass man den Angewöhnungsaufwand in Kauf nimmt. Meistens lohnt sich das sehr. Beispiel Firefox: Habe mir nun Chrome/Iron angewöhnt und bin begeistert von Geschwindigkeit, Benutzbarkeit und Aussehen. Allein dass nun die Adressleiste eine größere Schrift hat (die Leiste ist doch das zentrale Element!) und dabei die Höhe mit Titelleiste, Tableiste, Adressleiste unverändert bleibt im Vergleich mit Firefox, ist für mich etwas Wichtiges, was ich vorher nicht erkannt habe. Nun möchte ich nicht darauf verzichten.

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