Kleine Hornissen

Da seit einigen Jahren Hornissen bei mir heimisch sind, ist im Sommer seitdem auch so ziemlich Schluss mit der jährlichen Wespen-Plage (übrigens die wirksamste Methode zur Bekämpfung dieser Biester). Umso überraschter war ich, als ich in einem Baum in ungefähr 1,3 Meter Höhe ein recht grosses Wespennest entdeckte; zumindest sah es auf den ersten Blick so aus. Allerdings bauen doch Wespen ihre Nester an geschützten Orten und setzen sie nicht Wind und Wetter aus. Dann habe ich mir die Tierchen mal etwas genauer angeschaut und gesehen, dass sie ja ganz anders gefärbt sind. Wespen sind gelb mit schwarzen Streifen; diese hier sind jedoch schwarz mit gelben Streifen. Es handelt sich hier also um eine völlig andere Gattung (Langkopfwespen, Dolichovespula , die ich aber bisher überhaupt noch nicht kannte. Es könnte die Mittlere Wespe, auch Kleine Hornisse genannt (Dolichovespula media) sein oder auch die Sächsische Wespe (Dolichovespula saxonica). Sie kommen in unserer Gegend eher seltener vor. Im Gegensatz zu echten Wespen sind sie jedoch sehr friedfertig und stehen auch nicht auf Zwetschgen-Kuchen. Zwar haben auch sie einen Stachel, setzen diesen jedoch nur dann ein, wenn man ihrem Nest zu nahe kommt. Da sie jede Menge an eher schädlichen Insekten (z.B. Raupen) verzehren, können sie als nützliche Bereicherung angesehen werden.

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