Windows 7 auf Terabyte-Platten

Datenträger C: 860 GB frei von 965 GB. Als ich das zum ersten Mal gesehen habe ich mir lediglich gedacht: der Händler spinnt, der diesen Rechner zusammen gebaut hat. Aber kurz darauf kam mir bereits die zweite derartige Kiste unter. Und als ich dann mit bekommen habe, dass auch die Rechner einer wohlbekannten Ladenkette derartig ausgestattet waren, dann war mir klar, dass es sich hier um eine üble Unsitte handelt. Aber Unsitte kann man so etwas ja eigentlich gar nicht mehr nennen; das grenzt ja schon an üble Ver… des Benutzers. Denn der wird dann schon bald wieder kommen und sich eine externe Platte kaufen, wenn ihn Windows 7 nur oft genug aufgefordert hat, endlich seine Daten zu sichern.

Und was macht das gute Windows 7? Zwar lässt sich die Partition C: mittels der Datenträger-Verwaltung verkleinern; allerdings gibt Win7 von den 965 GB lediglich 445 GB wieder her. Mehr geht nicht, weil sich mitten auf der Partition einige „nicht verschiebbare Dateien“ befinden. Aber das Trauerspiel geht ja noch weiter; eben auf diesem oben erwähnten Rechner der bekannten Ladenkette liess sich mit der Datenträger-Verwaltung gar keine neue Partition mehr anlegen. Es kam die lapidare Mitteilung „zu wenig Speicherplatz vorhanden“. Spätestens an diesem Punkt dürften wohl viele unbedarfte Benutzer bereits die Recovery starten. Eine Untersuchung mit GParted, das ja auf jeder Linux CD drauf ist, brachte jedoch die verblüffende Erklärung. Es befanden sich bereits 4 Primäre Partitionen auf der Platte und mehr gehen bekanntlich nicht. Eine davon war jedoch sehr seltsam; sie war nur 1 MB gross, leer und versteckt. Kann man es da jemandem verdenken, wenn ihm hier das Wort Sabotage einfällt?

Aber selbst wenn man mit einem Partitionierer wie z.B. Acronis oder dem GParted die Platte ordentlich einrichtet und eine erweiterte Partition anlegt (dann mag auch die Datenträger-Verwaltung wieder), reagiert Windows 7 recht empfindlich auf derartige Veränderungen. Wenn man Glück hat, dann startet nur ein einfaches Checkdisk, das 10 bis 15 Minuten dauert. Wenn man allerdings Pech hat, dann startet die Systemstart-Reparatur und zieht dann das volle Programm durch. Bei einer Terabyte-Platte kann dies incl. Prüfung jedes einzelnen Sektors dann schon mal 24 Stunden oder noch länger dauern.

Advertisements

2 Antworten to “Windows 7 auf Terabyte-Platten”

  1. Zaungast Says:

    Besonders bei Notebooks findet man die V… sehr häufig,wobei die Marke egal ist…habe mir deshalb angewöhnt nur noch Rechner ohne vorinstalliertes System zu kaufen-sollten viel mehr Leute machen!!

  2. Erich Says:

    Lothar das ist ja interessant, genau wie die Tatsache dass da bestimmt
    Rechner von einem bestimmen Discounter komischerweise nach
    2 1/2 bis 3 Jahren die Grätsche machen.
    Früher gab es solche „Schweinereien“ nicht. Wohl dem, der seinen
    PC selber zusammenstellt und zusammenbaut.

    Erich

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: