Winbuntu

Auch wenn es so aussieht; der nebenstehende Screenshot zeigt keinen Windows7-Desktop. Es ist vielmehr ein Gnome, das nur so aussieht wie Windows 7. Jetzt werden sich wohl die meisten Leser fragen, weshalb um Himmels willen jemand den zugegeben recht unansehnlichen Ubuntu-Desktop ausgerechnet durch einen ersetzen sollte, der wie Windows 7 ausschaut; also durch einen noch viel fürchterlicheren? Ich weiss es nicht; aber anscheinend soll es solche Leute geben. Das entsprechende Theme kann man sich hier herunter laden und eine Anleitung zur Installation gibt es hier.
[Der einzige Witz an der Sache dürfte der sein, dass der Firefox startet, wenn man auf das Internet-Explorer-Icon klickt]

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9 Antworten to “Winbuntu”

  1. Rainer Says:

    Endlich mal Windows7 für Gnome. Das könnte mich irgendwann mal dazu verleiten, zu Linux zu wechseln.

    Ich frage mich gerade, welche Desktop-Oberfläche wohl Lothars Wohlwollen erhält? Gnome wird hier ausgeschlossen, Windows7 im Vergleich erst recht – eine Meinung, die ich allerdings gar nicht teilen kann, da Win7 einfach 10 Jahre moderner aussieht und sich moderner anfühlt. Was noch? KDE? Als schlechte Windows-Kopie mit Ideen, die nicht von Designern und UI-Experten entwickelt wurden, sondern von Programmierern mit wenig Erfahrung in diesem Bereich, kann ich KDE nicht ernst nehmen. Jedesmal, wenn ich es probiere, denke ich mir: ahja, nett gedacht, sieht fast aus wie Windows, ist aber weniger konsistent in der Bedienung und hat mehr „Stolperfallen“.

    Da bleibt nicht mehr viel an Oberflächen übrig. Nur so Zeugs für Minimalisten wie Openbox, Fluxbox und Co. Und halt Apples OS X. Aber das vereint schönes Design mit miserabler und einschränkender Benutzungsführung.

  2. lotharf Says:

    Da verstehst du was miss. In dem ganzen Artikel rede ich über Gnome, nur über Gnome und das Aussehen von Windows 7. Die letzte Windows-Oberfläche, die noch relativ angenehm gestaltet war, war die von XP. Was danach kam sieht so aus, als hätten sich da ein paar Kinder bei einem Mal-Wettbewerb ausgetobt; irgendwie doch sehr pubertär.
    Ich selbst habe früher immer KDE bevorzugt; bis zur Version 3.5; seit 4.0 jedoch nicht mehr. Ich bin jetzt in der Phase, mich an Gnome zu gewöhnen. Aber nicht an eines wie bei Ubuntu. Ubuntu schaut einfach scheusslich aus, was ja aber nicht an Gnome liegt.
    Du willst wissen was mir gut gefällt? Schau dir mal den Screenshot in diesem Artikel an.
    Oder auch diesen (die Icons sind hier ausgeblendet).

    • Rainer Says:

      Über Geschmack lässt sich ja (nicht) streiten. 😉 Windows XP habe ich jahrelang benutzt, und es sah (mit kleineren Anpassungen) ganz gut aus, aber irgendwann hatte ich die Nase voll davon. Habe verschiedene Themes ausprobiert, um nicht immer auf dasselbe blau schauen zu müssen. Aber seitdem ich Win7 nutze, wirkt XP (oder Win95/98) altbacken. Und Gnome/GTK eigentlich aus. Kann sein, dass ich jetzt Begriffe verwurstel – Gnome ist für mich GTK-Stil mit Gnome-Programmen und Einstelldialogen, vereinfacht ausgedrückt.

      Zu einer Oberfläche gehört nicht allein das Aussehen, sondern eben auch die Bedienung (daher: „Look and Feel“). Naja, da kann man nicht behaupten, dass Gnome oder KDE die Erwartungshaltung des Nutzers strapazieren. Beide sind auf ihre Weise durchdacht, und ich würde damit klarkommen. Nur muss da irgendwie noch ein dritter Punkt sein. Sympathie? Ich weiß nicht so recht. Mir fehlt das Gefühl, dass die Dinge zusammenpassen, dass sich jemand mal so richtig Gedanken darum gemacht hat, ein Gesamtwerk zu erstellen. Da ist es mit ein paar Schaltflächen, Schriftarten und Fensterrahmen nicht getan. Die Komposition ist wichtig. Und auch manche Details in der Bedienung, die für sich genommen Kleinigkeiten sind, aber zusammengenommen das Bild der Oberfläche prägen.

      Ich bin gespannt, ob es möglich ist, Gnome nur wie Win7 aussehen zu lassen oder tatsächlich auch viele der Kleinigkeiten zu übernehmen. Was mich z.B. oft an Gnome stört, ist die Platzverschwendung. Die Schriftarten sind gut, aber die Größe und Abstände zwischen UI-Elementen sind viel höher, als bei vergleichbaren Windows-Programmen. Ich fühl mich da immer so, als wäre die effektive Auflösung um 50% kleiner. Und bei Windows ist das irgendwie besser ausgenutzt und wirkt aus einem Guß.

      Naja, meine geschmackliche Meinung … wenn ich mir deinen ersten Screenshot anschaue, wirkt er ganz ordentlich und gefällt mir auch. Das Problem mit den Abständen bleibt aber erkennbar. Guck nur mal auf das Startmenü. Kleine Schriftart, aber riesiger Abstand der Zeilen. Und das zieht sich halt durch die ganze Oberfläche. Bei Firefox ist es etwas abgemildert, aber das ist auch kein GTK-Programm.

  3. Pascal Says:

    Ideal für den H.

  4. boing Says:

    Bei mir passt auf meinem KDE4 alles zusammen, wenn ich dann Win7 starte – krieg ich ehrlich gesagt, das ko… – alles langsam und nix funktioniert wie es soll und aussagekräftige fehlermeldungen bekomm ich auch nicht.

    Aber egal, beide System sind nicht zu vergleichen und mensch sollte erst gar nicht damit anfangen, siehe:
    http://www.felix-schwarz.name/files/opensource/articles/Linux_ist_nicht_Windows/

    • lotharf Says:

      Ein recht schöner Artikel, auf den der Link verweist.
      Aber weil du KDE4 ansprichst; wird da nicht genau der Fehler gemacht, der in dem Artikel angesprochen wird? Bis zur Version 3.5 war KDE sogar ein ganz feiner Desktop. Bis man dann mit der Version KDE4 beschlossen hat, sich bei Windows anzubiedern. Und das sogar mit dem Ziel, dass KDE auf Windows laufen soll. Ganz offensichtlich war Novell hier mit Suse dafür die treibende Kraft. Mit dem Effekt, dass man Elemente übernommen hat, die bei Vista eingeführt worden sind und die inzwischen sogar von Microsoft bei Windows 7 wieder teilweise zurück genommen worden sind. Der Effekt war, dass KDE nach meiner Meinung durch diesen absoluten Firlefanz total verhunzt worden ist.
      Ja; Linux ist anders als Windows. Aber es geht auch darum, wohin es sich entwickelt. Und da sehe ich halt leider bei KDE4 und auch beim Gnome-Light von Ubuntu eine völlig falsche Richtung. Meine Hoffnung liegt derzeit auf XFCE; das wird allmählich immer besser.

  5. boing Says:

    Eher das gegenteil – also ich hab mein KDE4 so eingerichtet das er funktional ist und trotzdem chick 😉 – Wer hier was von wem übernommen hat, darüber streiten sich noch die leutz – vieles deutet eher darauf hin, das mit Vista ideen aus der open source gemeinschaft für KDE4 genutzt wurden.

    Trotzdem komme ich mit den miniprogrammen bei KDE besser klar, als auf Win (auf win kann ich sie nichteinmal sperren).

    Effekt und sogenannten firlefanz kannst du doch auch bei KDE abschalten. Bei gnome geb ich dir recht, schon die abhängigkeiten von Win (mono etc) geht mir da gegen den strich 😉

    So schön kann ein KDE4-Desktop sein:

    😉

  6. lotharf Says:

    Das Problem sind ja nicht meine installierten Linux-Systeme, die ich benutze. Da sind sowieso stets sowohl Gnome als auch KDE installiert und die kann ich mir dann in Ruhe einrichten. Es spielt dann eigentlich gar keine Rolle mehr was die ursprüngliche Basis war.
    Mein Problem mit KDE4 sind die Live-Scheiben, die ich relativ oft benütze, besonders auch auf fremden Rechnern. Da sind dann die ersten Mausklicks: Menü umschalten und Miniprogramme sperren zwar längst zur Routine geworden. Aber wenn man das halt jedes Mal machen muss, dann fragt man sich halt irgendwann so nach dem 120. Mal, ob man sich das denn immer wieder antun muss.

  7. boing Says:

    Dafür gibts ja dann die möglichkeit, sich ein Live-System selber zubauen. Mensch muss ja nicht ständig die neueste nutzen 😉

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