Warum ich mich über Ubuntu 10.10 so ärgere

Eigentlich sollte dies nur ein Kommentar werden, weil mich der Martin gefragt hat, warum ich die Tester kritisiere. Aber es ist ein ganzer Artikel daraus geworden:
Das was ich an den Testern kritisiere, die Ubuntu 10.10 ausprobieren und dann darüber schreiben ist, dass sie als Profis die Scheibe einfach nehmen und Ubuntu installieren. Das klappt auch wunderbar, denn es sind genau die Sprachdateien drauf, damit sich die 10.10 in deutsch installieren lässt (deutscher Installer). Keiner ist anscheinend auf die Idee gekommen, die Scheibe mal tatsächlich als LiveCD laufen zu lassen.
Ich habe aber ständig mit solchen Leuten (Linux-Anfängern) zu tun. Wenn zu mir im Club einer kommt und sagt, er will Linux installieren und ich soll ihm dabei helfen, dann mache ich das nicht gleich. Sondern ich zeige und erkläre es ihm erst, drücke ihm dann eine Live-Scheibe in die Hand und sage ihm, er soll sich das erst mal ein paar Tage in Ruhe anschauen und ausprobieren, wie er damit klar kommt und wie es ihm gefällt.
Ich habe nämlich keine Lust, dass er in der nächsten Woche wieder kommt und sagt, ich solle die Installation wieder runter schmeissen. (Oder noch schlimmer: dass er es einfach löscht und dann nicht mehr booten kann).
Das Testen ist für mich der eigentliche Grund einer LiveCD. Wenn es nur um das Installieren geht, dann tut es eine reine Installations-CD auch, so wie früher.
Wenn ich aber Ubuntu 10.10 jemandem zum Testen gebe, dann kommt der garantiert nach einigen Tagen und sagt: „Was soll ich mit dem Sch… anfangen?“ Das ist es, was mich an dieser Version so ärgert.
Wenn man also schon Platzprobleme hat und nicht einfach auf DVD umsteigen will, dann soll man halt bitteschön eine Live-CD nur in Englisch oder eine reine Installations-CD machen (oder auch beides). Jedoch so etwas, was da produziert worden ist, nicht.

[Bei meinem Laptop kommt dann noch ein echter Bug dazu. Das Touchpad funktioniert nicht mehr, sobald die WLAN-Verbindung aktiv ist. Und ob das auch bei einem installierten System so wäre, das probiere ich garantiert nicht aus!]

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2 Antworten to “Warum ich mich über Ubuntu 10.10 so ärgere”

  1. Jürgen Says:

    Da geb ich Dir vollkommen recht. Gerade Neueinsteiger im Linux-Bereich sind ja von der Menge der angebotenen Derivate fast erschlagen. Da kommt es schon ganz gut, wenn man per Live-CD einfach mal in die Distribution reinschnuppern kann, sich das optisch und vom Handling her anschauen kann und sich dann erst für ein System entscheidet.
    Denn sind wir mal ehrlich – so unter uns Profis: Wir können auch nach ein paar Wochen ein installiertes System plätten und neu (mit was anderem) aufsetzen ohne dass wir Daten verlieren oder lange rummachen müssen.
    Der Normalo-User wird bei einem einmal eingerichteten System bleiben und nicht mehr wechseln wollen, ausser er kommt überhaupt nicht klar damit.

  2. Rainer Says:

    Bei Ubuntu habe ich schon seit Jahren Fehler in den Live-CDs gesehen, die in einem installierten System schlichtweg verschwunden sind. Das Beste war die Erkennung eines simplen 19″-Monitors mit 1440×900 Pixel. Funktioniert schlicht nicht (vermutlich auch heute noch nicht?). Mehr als XGA oder manchmal nur 800×600 geht nicht. Installiert hat man dagegen kein Problem.

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