Aber zu Hause verwende ich doch WLAN

Ich gebe ja zu, dass ich manchmal auch auf der Leitung stehe; so passiert, als ich einem Clubkameraden helfe Linux zu installieren. Der Rechner ist ein recht neuer Desktop von Medion. Na da muss ich erst mal nachschauen was der für einen Prozessor hat; denn die verbauen ja gerne Intels, die keine Hardware-Virtualisierung können. Aber ich staune nicht schlecht als ich sehe, dass da doch tatsächlich ein Phenom werkelt; sogar einer mit 6 Kernen. Also kein Problem sondern sogar hervorragend. Ich installiere also die Virtual Box; empfehle als Linux Mint 9 und das installieren wir auch. Dann folgen noch die Gasterweiterungen und ein paar kleine Einstellungen; das Linux läuft einwandfrei.

Eine Woche später steht der Rechner wieder vor mir. Zuhause kommt er mit Mint nicht ins Internet. Nanu, das ging doch letzte Woche einwandfrei? „Aber zu Hause verwende ich doch WLAN; mit Windows geht es, aber mit Linux nicht.“ Das sagt er mir aber jetzt wirklich zum ersten Mal. Seinen Fritz-Stick hat er dabei; also LAN abgeklemmt, Stick angesteckt. WLAN geht mit Windows; mit Linux natürlich nicht; der Stick wird gar nicht erkannt. Wie bringe ich jetzt Mint bei, dass es WLAN verwenden soll? Ich rätsle herum. Der Benutzer meint dann, vielleicht gäbe es ja einen Treiber vom Hersteller. Also erkläre ich erst mal lang und breit, dass das keinen Sinn hätte, da eine virtuelle Maschine sowieso keinen direkten Zugriff auf die Hardware hat, sondern das alles über Windows geht. Mint sieht doch nur eine virtuelle Hardware, die ihm von der VirtualBox vorgegaukelt wird. Beim Stichwort VirtualBox macht es plötzlich bei mir „klick“; vielleicht sollte ich doch noch mal in deren Einstellungen rein schauen. Und was sehe ich da versteckt in der zweiten Zeile als ich den Auswahlpfeil bei „Netzwerkadapter“ drücke? – „Fritz!Box WLAN Stick“

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8 Antworten to “Aber zu Hause verwende ich doch WLAN”

  1. Faustrecht Says:

    wenigstens war da denn nicht noch ein IP Adressenkonflikt im Spiel….bei Fritz schnell da aber geht nach wegklick trotzdem……

  2. Pascal Says:

    Medion??? Naja.

  3. Detlef Says:

    Vergnüglicher Blogartikel.Der Blog macht inhaltlich einen guten Eindruck. Freue mich auf weitere Ausführungen zu diesem Thema.

  4. rainer2 Says:

    Unter einem *installierten* Linux Mint 9
    auf einem Thinkpad T22 kommt der
    AVM-WLAN-Stick (USB 1.1 only) leider
    scheinbar/anscheinend wirklich nicht
    ins Internet.

    • lotharf Says:

      Der von AVM angebotene Treiber scheint zu alt zu sein; jedenfalls lässt er sich mit dem angebotenen Script nicht kompilieren. Ich hatte jedoch keine Zeit, mich ausführlich damit zu beschäftigen, weil ich den Treiber nicht gebraucht habe.

  5. Faustrecht Says:

    jedenfalls haben die gerade für den Sick N einen neuen Treiber rausgebracht vermutlich soll man an die Sparbüchse und den kaufen für den alten gibt es oder ist keine Hilfe in Sicht….war wohl 1.1?aber einfach bei AVM gucken….

  6. lotharf Says:

    Ich verwende selbst einen Stick V 1.1 an meinem Uralt-Laptop ohne WLAN-Karte. Darauf läuft Dremlinux 2.2 und da hat sich damals der alte Treiber von der AVM-Webseite einwandfrei kompilieren lassen.

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