1 Million Polen könnten ab dem 1. Mai zuwandern

Mit dem von unserer Wirtschaft beklagten Arbeitskräfte-Mangel könnte es nach dem 1. Mai schnell vorbei sein. Denn ab diesem Datum gilt die völlige Freizügigkeit für Arbeitskräfte innerhalb der EU auch für Polen. Und es gibt Schätzungen, dass auch locker 1 Million Arbeitnehmer von dieser Möglichkeit Gebrauch machen könnten. [Siehe ein Artikel bei Telepolis]

Polen sind schon immer gerne nach Deutschland migriert; das erkennt man auch an den vielen polnischen Familiennamen im Ruhrgebiet. Besondere Integrationsprobleme dürfte es aber wohl im Gegensatz zu anderen Zuwanderern nicht geben. Und besonders die katholische Kirche dürfte sich nach dem Mitgliederschwund der letzten Zeit über die vielen neuen Schäfchen freuen.

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6 Antworten to “1 Million Polen könnten ab dem 1. Mai zuwandern”

  1. Rudis Says:

    Zum EU Austritt gibt es keine Alternative.

  2. boing Says:

    @Rudis: Und dann???

  3. lotharf Says:

    Dann würden bei uns die Lichter ausgehen! Das wäre schlicht Harakiri!

  4. Zaungast Says:

    sicher gut für den deutschen Arbeitsmarkt….endlich nicht meckernde 5€ Kräfte….bloß was machen die jetzt mit den deutschen Kräften die natürlich nicht mehr gebraucht werden?……1€ Job? oder als Gastarbeiter nach Polen?….. gibt schon eine Alternative zur EU….Eigenstaatlichkeit!!! Eine Volksabstimmung in allen EU Staaten könnte das regeln….aber Konservative werden das nie zulassen….lieber 3.Weltkrieg…..

  5. Zaungast Says:

    hier mal das Argument einer Bekannten die jetzt schon leidet…..aber bitte den eventuellen link nicht anklicken…ist von Festplatte…Danke schön, auf Wiedersehen

    Von Oliver Voss

    In der vagen Hoffnung auf eine feste Stelle hangeln sich junge Akademiker von Praktikum zu Praktikum. Für Studenten wird Praktikasammeln zum Sport, Firmen freuen sich über die billigen und willigen Arbeitskräfte. Nun formiert sich eine Prakikanten-Lobby und will gegen Ausbeutung und für anständige Bezahlung kämpfen.

    Eigentlich hat Tina Richter alles richtig gemacht. Ihr BWL-Studium zog die 25-Jährige in der Regelstudienzeit durch und schloss es mit einem Prädikat ab. Nebenbei absolvierte sie noch vier Marketing-Praktika. Seit einem Jahr schreibt Tina Richter Bewerbungen, bislang etwa 120. „Um eine Lücke im Lebenslauf zu vermeiden, habe ich noch einmal drei Praktika gemacht“, sagt die frischgebackene Akademikerin. „Bei einem habe ich ein bisschen Geld bekommen, die anderen beiden waren natürlich unbezahlt.“

    Wollte nicht das Lager aufräumen: Tina Richter
    Die Diplomkauffrau lebt von Erspartem, Unterstützung der Eltern und geht, wenn nebenbei noch Zeit ist, babysitten. Anfangs hatte sie noch Hoffnung, über ein Praktikum in den Job zu rutschen. Doch allmählich resigniert Tina Richter: „Das sind keine Praktika im herkömmlichen Sinne, wo man mehr lernt als leistet. Die Praktikanten sind fest als Arbeitskräfte eingeplant.“

    Arbeitsmarktexperten bestätigen diese Erfahrung. „Praktikanten werden zunehmend missbraucht, um vollwertige Arbeitsplätze zu ersetzen“, sagt Joachim Koch-Bantz, Leiter der Abteilung Bildung und Qualifizierung beim DGB. „Viele Unternehmen haben sich Praktikanten genommen, weil sie kostengünstiger sind“, bestätigt auch Anja Wegmann. Sie leitete im letzten Jahr die Kienbaum-Praktikantenstudie, die die hohe Verantwortung von Praktikanten in Unternehmen belegte.

    In sechs Monaten kommt jemand anderes

    40 Stunden umsonst zu ackern, oft in einer anderen Stadt mit zusätzlichen Miet- und Fahrtkosten, das ist heute selbstverständlich. Die meisten Stellen sind unbezahlt. Doch ohne diese Praktika hat man kaum eine Chance auf dem Arbeitsmarkt. In einer Umfrage der Internetseite Praktika.de gaben 54 Prozent der Befragten an, es sei für die Wahl der Stelle nicht entscheidend, ob sie vergütet werde oder nicht. So haben jene das Nachsehen, die es sich nicht leisten können, umsonst zu arbeiten. Und die deshalb gleich einen regulären Job suchen.

    Pro7
    TV-Praktikant Elton: Bekam eine eigene Sendung
    „In einem Fall hätte die Chefin mich gerne behalten, die brauchte die Hilfe“, erzählt Tina Richter. Doch die Personalabteilung habe der Chefin geraten, alle sechs Monate einen neuen Praktikanten einzustellen. Ein anderes Mal habe ein Hotel sie als Praktikantin fürs Marketing genommen, trug ihr aber dann auf, das Lager aufzuräumen. Richter brach das Praktikum ab.

    „Hat man viele Praktika gemacht, gehört man zu den besseren Absolventen“, sagt Personalberaterin Wegmann, „mit ein oder zwei Praktika eher zum Durchschnitt.“ Können es auch zu viele Praktika werden? „Man kann nicht sagen, wer mehr als zehn Praktika gemacht hat, wird uninteressant, eher im Gegenteil“, meint Wegmann. So sieht es auch Ralf Rudolf, Leiter des Hochschulmarketings bei der Deutschen Bank: „Da wir Wert auf die praktische Ausbildung legen, kann man eigentlich nicht zu viele Praktika haben.“

    Studentensport Praktikasammeln

    „Irgendwann wird es selbstmörderisch, im Lebenslauf zu viele Praktika zu haben“, kontert Harro Honolka. Der Geschäftsführer des Instituts „Student und Arbeitsmarkt“ an der Universität München empfiehlt, in einer Bewerbung nur selektiv die Praktika anzugeben, die zu der angestrebten Stelle passen. Das rituelle Anhäufen von Praktika verwässere die Grundidee des Praktikums, sagt Honolka. Die Wirtschaft unterstütze das, indem sie als Praktika getarnte Arbeitsverhältnisse schaffe.

    DER SPIEGEL
    Praktika: Für Studenten üblich
    „Verschleudert eure Zeit nicht und achtet mehr auf Qualität“, rät Honolka den Studenten. Bei qualifizierten Praktika müsse das Lernen im Vordergrund stehen und der Praktikant das Tätigkeitsfeld in seiner Breite kennen lernen. Wer nur Aufgaben ohne Lernwert abarbeiten müsse, solle von sich aus andere Aufgaben vorschlagen. Honolka rät auch, sich an gut funktionierende kleine Firmen zu wenden und nicht immer nur an die großen Namen: „Bei den vielen Mittelständlern ist die fette Weide.“

    Tina Richter bewarb sich bei großen und kleinen Firmen, doch außer weiteren Praktika wurde ihr nichts angeboten. Vor lauter Verzweiflung schrieb sie im Sommer einen offenen Brief an Medien und Politiker. Über einige Reaktionen ärgerte sich Richter. Das Wirtschaftsministerium etwa habe sie damit vertröstet, dass die Arbeitslosenquote anderer Bevölkerungsgruppen noch viel schlechter sei – und dass sie ja demnächst Arbeitslosengeld II beantragen könne.

  6. lotharf Says:

    Das ist schamlose Ausbeutung!
    Aber es nützt nichts, wenn sich Einzelne darüber beklagen; auch nicht im Spiegel. Warum denkt eigentlich niemand mehr an das alte Motto: „nur gemeinsam sind wir stark“? Die Betroffenen müssten sich einfach nur organisieren und gemeinsam dagegen ankämpfen. Das Internet böte ja eigentlich eine ideale Plattform dafür.

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