Bootzeiten von Live-Scheiben

Wenn ich hier über Live-CDs oder -DVDs was geschrieben habe, dann habe ich bisher oft solche Begriffe gebraucht wie „bootet recht flott“ oder „braucht relativ lang“. An einem Kommentar habe ich jetzt gemerkt, dass das manchem Leser gar nichts sagt. Windows-Benutzer, die als Live-CD nur das WindowsPE kennen, haben da eine völlig falsche Vorstellung. Bis WindowsPE gebootet hat kann man tatsächlich locker einen Kaffee kochen und auch noch ein grosses Stück Kuchen dazu essen. Linux Live-CDs oder -DVDs hingegen brauchen zum Booten auch kaum länger als ein nicht optimal konfiguriertes Windows von Platte.

Ich habe jetzt mal ein paar Zeiten gestoppt. Die hängen natürlich auch stark vom Laufwerk ab, gelten also nur für meinen Rechner. Hier die Zeiten für die letzten beiden DVDs:
SnowLinux 10 Live-DVD (Gnome): 140 Sekunden
Sabayon 5.5 Live-DVD (Gnome, ohne Musik): 145 Sekunden
zum Vergleich Windows XP von der Platte: 115 Sekunden! (was mich auch etwas überrascht hat, denn rein subjektiv kommt einem das schneller vor).

Und zum Vergleich auch noch diese Zeiten:
Die Sabayon 5.5 ISO in der VBox: 74 Sekunden;
Windows 7 64 in der VBox: 95 Sekunden;
Linux Mint 9 KDE von Platte: 38 Sekunden incl. Anmeldung (PW)

Express Gate vom Asus-Board: 6 Sekunden; nach weiteren 5 Sekunden ist der Browser geladen und die Internet-Verbindung steht.

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16 Antworten to “Bootzeiten von Live-Scheiben”

  1. boing Says:

    Wie bzw ab wann hast du gemessen?
    Weil normalerweise wird ohne Bootmanager gemessen ……

    • lotharf Says:

      Ohne Bios und Bootmanger. Die DVDs ab dem Start aus dem Grub, Windows aus dem Boot-Loader (F8 und „normal starten“).

  2. boing Says:

    ok 😉
    Wollts nur wissen … 😉

  3. debe Says:

    Jolicloud kann als exe-Datei auf Windows laufen und soll inerhalb von 10 Sek. hochfahren. Hat Jemand Erfahrung damit?

  4. Zaungast Says:

    Interessant währen auch mal die Zeiten beim booten von USB-Stick? also Vergleich Windoof+Linux..da jemand Erfahrung gemacht?…..

  5. Zaungast Says:

    habe gerade von Platte gestartet Win XP prof. 58 Sek. bis voll geladen und Netzwerverbindung bei Win 7 Ulti 64 genau 63 Sec. + der übliche Biosstartmanager (Auswahl von Betriebssystem) der aber auch bei Linux da ist…ca 25 Sek.

  6. lotharf Says:

    Bei meinen Zeiten für Windows sind natürlich auch ein paar wichtige Autostart-Programme mit dabei, die auch geladen werden müssen (Antivir, Firewall); denn solange die noch geladen werden, kannst du mit Windows eh nichts anfangen.
    Aber es geht ja hier nicht um irgendwelche Boot-Rekorde. Mir ging es nur darum zu zeigen, dass Live-Scheiben sich durchaus auch als Alternativen anbieten. Besonders wenn es um sicheres Surfen geht. Denn die andere Alternative mit Hostsystem plus virtueller Maschine dauert wesentlich länger.

  7. Rainer Says:

    Es hängt natürlich von der Anzahl Programme und der Leistung des Rechners ab, aber fast zwei Minuten, bis WinXP geladen und benutzbar ist, halte ich für eine schlechte und nicht repräsentative Leistung. Auch auf meinem früheren Athlon XP lief XP in unter einer Minute, bis man damit gut arbeiten konnte. Windows7 ist jetzt auf dem aktuellen Rechner noch flotter, auch wenn es nun komischerweise so lange braucht, um die Gadgets zu laden. 😦 Mal abwarten, was mit einer SSD wird. Dann dürften 15 Sekunden drin sein.

    • lotharf Says:

      O.k. ich mach mich mal drüber und versuche den Start unter 1 min zu drücken. 😉

    • lotharf Says:

      So, jetzt sind es 80 Sekunden bis einschliesslich Netzwerk und Antivir. Weniger geht nicht, weil ich die Sprachunterstützung für Japanisch und Chinesisch installiert habe und die lädt relativ lang.

      • Rainer Says:

        Das mag sein. Ich hab das unter WinXP nie aktiviert, und bei Windows7 ist die Unterstützung mit dabei.
        Netzwerk kann eine Weile dauern. Antivir? Sollte eigentlich nicht solange brauchen. Vielleicht Avast oder MSE verwenden? Kommt aber natürlich mehr darauf an, wie es sich im Computeralltag verhält. Da fielen die MSE bei mir durch.

  8. Zaungast Says:

    Fielmann-Virus – Macht den Bildschirm unscharf wobei in unregelmaessigen Abstaenden eine Stimme ertoent: „ich habe ueberhaupt nichts dazugezahlt“ stimmt den Virensucher sollte man schon im Autostart haben aber die Mailsektion und Autoscan der ganzen Platte hat ja nun mal Zeit……

  9. Zaungast Says:

    aber immer noch gab es keine Antwort zu dem USB Boot…..mein Linuxteil läßt die Auswahl von Betriebssystem aus aber braucht trotzdem über 45 Sek.?…das mit 8 würde mich mal interessieren!!!……

  10. lotharf Says:

    Linux Mint 10 Gnome Image von Trekstor 4 GB Stick: 28 Sekunden
    (mit Unetbootin installiert)

    • Zaungast Says:

      ist echt cool aber krieg es nur mit Netzwerkkabel ins Web ..Wlan geht bei mir nicht…schade…

    • lotharf Says:

      Das ist der Nachteil von Linux Mint 10. Als Live-Scheibe ist es für Laptops nicht mehr geeignet. Zwar wird die WLAN-Karte einwandfrei erkannt, aber der Treiber ist nicht drauf; der müsste erst per LAN-Kabel herunter geladen werden. Das ist allerdings wirklich seltsam, denn bei Mint 9 war der Treiber ja auf der Scheibe mit drauf! Keine Ahnung, warum jetzt nicht mehr.

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