Debian 6.0 „Squeeze“ ist freigegeben

Das ist schon ein Ereignis, wenn eine neue Version der derzeit wohl grössten und auch wichtigsten Linux-Distribution erscheint. Denn Debian ist ja die Grundlage für eine riesige Zahl an weiteren Distributionen (um als bekannteste nur Ubuntu zu nennen). Gleichzeitig muss man sich auch an neue Codenamen gewöhnen, denn es gibt ja mehrere Versionen von Debian. Das jetzt erschienene 6.0 heisst „Squeeze“ und ist die „stable“ Version. Und wenn es stabil heisst, dann ist das bei Debian auch wirklich stabil. Nachteil ist, dass viele enthaltene Pakete halt auch schon etwas älter (veraltet) sind (Beispiel: Kernel 2.6.32). „Squeeze“ wird auch so bleiben wie jetzt, mit Ausnahme von Sicherheits-Updates. Merken muss man sich „Wheezy“, denn dies ist die neue „testing“-Version. Derzeit noch identisch mit „Squeeze“ werden hier die (ausführlich getesteten) Neuerungen einfliessen; weshalb ich sie eher „tested“ nennen würde. Und dann ist da noch die „unstable“ Version mit den aktuellsten Paketen „Sid“ (die z.B. für aptosid verwendet wird); Sid hat auch den Namen „Sid“ beibehalten.

Debian 6.0 ist erhältlich für verschiedene Rechner-Architekturen und in 32- und 64-bit. Die komplette Distribution ist recht umfangreich: 29050 Pakete auf 52 Cds oder 8 DVDs. [Download am besten mit jigdo oder Bittorrent; zumal derzeit]

Von dieser Debian-Version soll es nun auch Live-Scheiben geben, die allerdings bisher noch nicht erschienen sind.

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8 Antworten to “Debian 6.0 „Squeeze“ ist freigegeben”

  1. Anonym Says:

    Bin auch schon am Verteilen per bittorrent.
    Und mal sehen, wie die Live-Scheiben werden.
    Aber ohne Hellseher zu sein, ich glaube nicht, dass deine WLAN-Treiber enthalten sein werden. 😉

    • lotharf Says:

      Da wird viel nicht drauf sein, denn ich kenne die Debian-Philosophie (oder soll ich besser sagen Ideologie?)

      • Anonym Says:

        so meinte ich es 🙂

      • boing Says:

        Ich find das schon recht vernünftig mit dem Debian-Gesellschaftsvertrag (http://www.debian.org/social_contract.de.html)

        Wers nicht mag, kann sich ne andere Distro suchen … gibt ja genug 😉

      • lotharf Says:

        Nur dass das halt wohl der entscheidendste Grund dafür ist, dass sich an den 0,7 % Anteil von Linux auf den Desktop-Rechnern nichts ändert.

      • boing Says:

        Und das ist Debians Schuld?
        Was sollen sie den tun? Unfreie Treiber mit ausliefern, deren Lizenz genau das verbietet?
        Ich möchte nicht ständig von lizenz-abfragen wärend der installation genervt werden. Wenn ich gewisse Treiber brauch, installiere ich sie nach.

        Linux unterstützt schon von Haus aus mehr Hardware, als Windows. Sprich: ich muss viel weniger Treiber nachinstallieren, als unter Win. Theoretisch müsste doch eigendlich dann der Desktop-Anteil von Win sinken, oder?

        Ansonsten, wie gesagt: Es gibt genug andere Distros, die mit Lizenz-abfragen nerven, wer das braucht, soll es nehmen 😉

        Und warum sollte sich Debian irgendwelchen Markt unterwerfen. Wenn du zuhause dir ein Wandregal baust, muss es doch auch nicht den Anforderungen der ganzen Welt genügen, oder? Debian ist keine Firma ….. 😉

      • lotharf Says:

        Diese Software-Lizenzen und die Verbote gelten doch nur in den USA und in Japan. Auf der ganzen übrigen Welt nicht. Und warum sollen wir deshalb alle darunter leiden? Das sehe ich wirklich nicht ein.

      • boing Says:

        Aber Debian hat nun mal den Anspruch, freie software anzubieten. Nur so kann sich die Idee von OpenSource ausweiten. Wenn uns das allen einfach egal wäre, dann könnten wir bei Win bleiben oder linux gleich komplett mit Closesource-Lizenz anbieten.

        Debian ist ein Projekt mit diesem Anspruch, es gibt Linux-Projekte mit anderen Ansprüchen. Und dann gibt es, dank OpenSource, die möglichkeit sein eigenes Projekt mit eigenen ansprüchen zuentwickeln.
        Bau dir doch ein Debian nach deinen Vorstellungen auf! 😉

        Debian ist Debian und ich kann den Entwicklern nicht vorschreiben, welches System sie für sich selbst Privat entwickeln und auf ihren Rechner laufen lassen wollen. Nur weil sie es für alle freigeben, kann ich nichts von Ihnen verlangen.

        Anders sieht es bei z.B. Ubuntu, Fedora etc aus. Sie arbeiten für den Markt, da kann mensch ansprüche stellen…..

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