Privatix 11.04.11

Linux Privatix habe ich hier ja bereits vorgestellt. Es ist ein Live-System, das man am besten auf einem USB-Stick installiert, und das besonders einen hohen Grad an Anonymität beim Surfen im Internet ermöglicht und auch zum Transport sensibler Daten mittels dieses Sticks geeignet ist. Jetzt ist eine neue Version 11.04.11 erschienen. Bezüglich der Neuerungen zitiere ich am besten den Autor, Markus Mandalka, selbst: Die neue Release basiert auf dem aktuellen Debian Squeeze und unterstützt dadurch mehr aktuelle Hardware (Grafikkarten, Multikernprozessoren, WLAN, UMTS usw.). Dank Polipo funktioniert anonymes Surfen über Tor ohne häufige Timeouts. Zudem kann mensch auf sehr einfache Weise die Privatix-DVD clonen und dabei neben aktuellen Sicherheitsupdates auch individuelle Anpassungen wie z.B. Bookmarks oder Browser-Zertifikate integrieren.
Derzeit gibt es Privatix (ISO 862 MB) nur per Bittorrent, HTTP-Download kommt erst noch.
Inzwischen konnte ich mir die neue Version von Privatix etwas genauer anschauen.
Es geschehen ja noch Zeichen und Wunder! Im Gegensatz zu bisher läuft Privatix jetzt auch auf Dual-Core Rechnern! Und Probleme mit meiner Grafikkarte gibt es auch nicht. Für eine Scheibe, die auf Debian basiert, ist die Software-Ausstattung sogar recht fein. Denn es ist Open Office drauf und sogar Multimedia funktioniert. Auch der Iceweasel bringt bereits einige Plugins mit. Allerdings ist für Flash-Videos der Gnash installiert. Der bringt allerdings nichts, weil er leider nur Videos anzeigen kann, die mit älteren Flash-Versionen erstellt wurden; bei neuen Versionen streikt er allerdings und leider sind halt die meisten Videos neu. Aber immerhin geht anonymes Surfen mittels Tor jetzt tatsächlich recht flott (von der DVD).
Die Installation auf dem Stick erfordert etwas Geduld, was aber am Stick liegen kann. Privatix bootet auch vom Stick recht flott. Den neuen Screenshot habe ich übrigens vom Stick gemacht. Warum aber ausgerechnet Tor vom Stick nicht läuft, ist mir ein Rätsel; von der DVD funktioniert’s ja.

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18 Antworten to “Privatix 11.04.11”

  1. Bubu Says:

    Wäre interessant mal so eine Distrubition zu manipulieren so das immer mitgeloggt wird, was für Webseiten damit angesurft werden 😀

    Aus Privatix könnte dann eine umbenennung zu Pedobär Linux erfolgen 😀

  2. Zaungast Says:

    Bubu mus wieder Angst stiften……

    • lotharf Says:

      Windows zeigt auf dem Stick nur eine winzige Partition von 33 MB an. Allerdings plaudert die Datei index.html freimütig aus, dass sich da noch viel mehr auf dem Stick befindet und dass man vom Stick booten soll (aber diese index.html kann man ja löschen). Wegen der Verschlüsselung dürfte aber dort ohne das Passwort so ziemlich niemand rein kommen.

      Übrigens; die Tatsache, dass Windows immer nur die erste Partition auf einem Stick überhaupt anzeigen kann, kann man sich zu Nutze machen, um auch ohne viel Aufwand (wie Verschlüsselung) Daten ganz einfach zu verstecken. Man muss nur mit Linux eine zweite Partition anlegen. 😉

  3. Zaungast Says:

    aber cool ist .. kann man sogar mit alte utorrent laden….mal schauen wie es sich auf Stick macht……

  4. Zaungast Says:

    haben solche Meldungen irgendwas mit WordPress zu tun?? http://winfuture.de/news,62624.html

  5. rainer2 Says:

    Teste auch gerade privatix.
    WLAN erfordert Entsperren des Schluesselbunds.
    Leeres PW hilft aber nicht.
    Was sonst?

    • lotharf Says:

      Vielleicht neuen Benutzer anlegen?

      • rainer2 Says:

        Man kann den Standard-User privatix
        zum admin machen.
        Letztlich scheitern bei mir alle WLAN-Tests
        (z.B. Ralink) wohl an fehlenden freien Treibern
        (gibt es die bei Debian überhaupt?)

      • lotharf Says:

        Es gibt schon einige Treiber. Ich schaue da immer auf der Seite von aptosid nach, das diese Treiber mitbringt. Und da aus dem Sid ja jetzt Squeeze geworden ist, müsste es die dort eigentlich auch geben.

  6. Alter Sack Says:

    Hallo Ihr Lieben,

    hat jemand Privatix schon mal mit Debian Privacy Remix verglichen und kann was zu seinen Erfahrungen sagen?

    • lotharf Says:

      Beide sind sich recht ähnlich; sogar sehr ähnlich. Privatix kommt aus Deutschland; ist somit komplett in deutsch. Aber auch Privacy Remix ist in deutsch, allerdings müssen da die deutschen Sprachdateien erst nachgeladen werden.

  7. rainer2 Says:

    Hat jemand die in den FAQ genannte
    Datei BOOT.ISO gefunden?

  8. fbrueckn Says:

    Hallo,

    für Privatix kann man sich eine Starter-CD für PCs, die nicht von USB booten können erstellen. War jemand damit schon mal erfolgreich ?

    Bei mir meldet sich dann GNU GRUB und bietet Debian GNU/Linux in einem Auswahlmenü an. Wenn man das auswählt, wird allerdings nicht vom Stick gebootet, sondern es erscheint die Fehlermeldung „no such device: a543fdd1-…“

  9. lotharf Says:

    Wieso eine extra Starter-CD? Wenn du sowieso nicht von USB booten kannst, dann nimm doch zum Starten einfach die normale Privatix-DVD. Den Stick kannst du dann damit mounten, indem du das Passwort eingibst.

  10. fbrueckn Says:

    „sowieso nicht von USB booten“ hängt vom benutzten System ab, bei manchen lässt es sich einrichten, bei anderen (gemanagten) eben nicht.
    Wenn das Erstellen einer Starter-CD hier beschrieben ist (http://www.mandalka.name/privatix/doc.html#bootiso), dann sollte es auch funktionieren, oder ?

  11. jonny Says:

    Tor funktioniert weiterhin nach Installation auf USB-Stick nicht 😦
    Hat jemand ne Idee woran das liegt? Vergleich der Configs ggü der DVD Version erzielte kein Ergebnis 😦

  12. Eddy Says:

    @jonny
    bezüglich Tor :

    mach mal im Terminal :
    su
    echo >>/etc/network/interfaces
    echo „auto lo“ >>/etc/network/interfaces
    echo „iface lo inet loopback“ >>/etc/network/interfaces

    Danach einen reboot..

    Eventuell ist im Browser einfach nur der Torbutton auf inaktiv.

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