Geht es durch Ubuntu 11.04 mit Linux bergab?

Selber habe ich mir die Vorab-Versionen von Ubuntu 11.04 ja nicht angeschaut; ich warte immer grundsätzlich auf die fertigen Versionen. Aber einige haben das schon gemacht. Und was man da hört, das klingt nicht unbedingt sehr positiv. So auch der Artikel von Michael Kofler auf Pro-Linux mit dem Titel: „Unity – Der Anfang vom Ende für Ubuntu?“, den ich durchaus zur Lektüre empfehle. Zwei Zitate daraus:

Die Ubuntu Network Edition wurde mit Version 11.04 in Ubuntu umbenannt, das herkömmliche Ubuntu gibt es nicht mehr. Die Release Notes stellen den Sachverhalt natürlich umgekehrt dar, aber das ist offensichtlich eine Realitätsverweigerung.

Vor einem Jahr habe ich mich darüber geärgert, dass Ubuntu die Fensterbuttons ohne jeden Grund von rechts nach links verschoben hat. Heute muss ich erkennen: Das war ja noch harmlos. Gnome 3.0 schafft die Fensterbuttons gleich ganz ab! Ich bezweifle, das derart radikale Maßnahmen dem Linux-Desktop zum Durchbruch verhelfen. Ich habe im Gegenteil die Befürchtung, das die Entwickler von Gnome und Unity gleichermaßen am besten Weg sind, die ohnedies sehr zarte Desktop-Pflanze ganz umzubringen.

[Sehr schön formuliert und absolute Zustimmung. Ich muss neidlos anerkennen, dass ich das selbst gar nicht so gut hätte ausdrücken können! Aber im Gegensatz zu Michael ist meine Hoffnung für Linux nicht KDE, sondern eher XFCE.]

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6 Antworten to “Geht es durch Ubuntu 11.04 mit Linux bergab?”

  1. Johannes Says:

    Ubuntu verwende ich schon seid 8.04 (die letzte gute Version aus meiner Sicht) nicht mehr.
    Das mit Unity habe ich mir nur auf Screenshots ansehen müssen um zu erkennen ‚Neeee~‘

    Durch deinen Blog bin ich auf Sabayon aufmerksam geworden (danke an der Stelle). Aber Ubuntu ist aus meiner Sicht einfach nichtsmehr für mich… schade drum.

  2. Jeannie Says:

    Ich hab mir 11.04 Beta2 neben 10.10 installiert, im Classic Mode, der im Login standardmässig zur Verfügung steht eingeloggt, ein 10.10 Thema drauf, Banshee wegen Mono gegen Rythmbox getauscht, Zeitgeist und Activity Journal entfernt, und schon sieht es aus und verhält sich wie 10.10. Wenn man Unity und die private Spyware Zeitgeist nicht will, besteht kein Grund, 11.04 überhaupt zu nutzen.
    Jeannie

  3. Jürgen Says:

    Ich hab mich an die Fensterbuttons auf der linken Seite gewöhnt und mittlerweile bin ich auch der Meinung daß sie dort auch hingehören.
    Dasselbe mit Unity. Meine Windows Taskleiste ist jetzt auch auf der linken Seite. Macht bei den heutigen Display-Formaten auch Sinn.
    Ich finde Ubuntu macht das Richtig, ob es erfolgreich wird ist ein ganz anderes Thema. Da spielen die verschiedenen Geschmäcker und Gewohnheiten halt ne sehr große Rolle.

  4. lotharf Says:

    Die Windows Taskleiste (oder überhaupt Taskleisten) auf der linken Seite? Von der Bedienung her ist das ja ganz praktisch, bzw. auch nicht unpraktischer als unten.
    Aber: die Schrift geht halt immer noch von links nach rechts. Was bedeutet; damit ich überhaupt noch was lesen kann, muss ich die Leiste ziemlich breit machen. Und dadurch würde ich für meinen Geschmack denn doch viel zu viel Platz verschenken. Denn meistens ist die Leiste ja zu 2 Drittel leer; wer hat schon gleichzeitig 25 Fenster offen?

  5. Jürgen Says:

    Ich hab immer viele Programme offen. Dadurch sind die einzelnen Tasks in der linken Taskleiste breiten als wen die Taskleiste unten angelegt ist.
    Bei wenigen offenen Programmen hast Du natürlich recht.
    Aber auch bei meinem Netbook nimmt die Taskleiste unten einfach zu viel Platz weg.

  6. michaeleriksson Says:

    Persönlich halte ich von Desktops nicht viel: Intrusive, „bloated“ und von unnutzen Features gefülllt, mit verringertem Benutzereinfluss, usw. Da verbleibe ich lieber bei FVWM—und muss mich auch keine Sorgen über Veränderungen im Verhalten machen.

    @lotharf

    Wer hat schon 25 Fenster offen? Recht viele wuerde ich behaupten. Selbst habe ich im Augenblick mindestens das zweifache… Dies aber ohne Taskleiste. Statt dessen sind die Fenster auf 12 virtuelle Bildschirme nach Aufgaben verteilt. Wenn ich ein Fenster brauche, wechsle ich einfach Bildschirm und bekomme das Fenster entweder gleich fokusiert oder aber kann es mit geringstem Aufwand auswählen.

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